|
Name: Herr Hummel Wohnhaft: Hamburg
Die Geschichte rund um den Hamburger Wasserträger Hans Hummel und den Ausspruch "Hummel, Hummel" - "Mors, Mors". Früher war es unter Hamburgern üblich, diesen Wortwechsel im Ausland als Begrüßung abzuhalten. Nicht selten begegnen sich Hamburger heute noch mit diesem Frage-Antwort Spiel scherzhaft oder um diese alte Anekdote der Stadt am Leben zu halten.
In Anlehnung an die Geschichte des wohl berühmtesten Wasserträgers Johann Wilhelm Bentz (1787-1854) ist dieser Ausspruch ein Stück Tradition geworden.
Es gibt verschiedene Geschichten, woher sein Spitzname "Hans Hummel" stammt. Er lässt sich vom norddeutschen Wort "Griephummer" oder kurz "Hummer" ableiten. Das war der Spottname für die damaligen Gerichtsdiener, die gesuchte Verbrecher ergreifen sollten. Vergeblich griff Hummel nämlich nach den ihn ärgernden Straßenkinder, die dem schwer Arbeitenden hinterher liefen und neckten. Eine weitere Überlieferung besagt, dass der Schabernack sich auf den Eifer des Wasserträgers bezieht. Im Eiltempo befindlich und mit schweren Eimern beladen wirkte Herr Benzel auf die Spötter wohl wie eine Hummel. In der letzten Version heißt es, dass sich die Racker auf den bei ihnen beliebten Stadtsoldaten Georg Hummel bezogen, in dessen Unterkunft an der Großen Drehbahn 36 der Wasserträger angeblich wohnte.
Auf die kindische Stichelei "Hummel Hummel" antwortete das Stadtoriginal dann lauthals mit "Mors Mors", welches im übrigen das plattdeutsche Wort für "Hintern" ist.
|